Quotenregelungen

Wer kennt ihn nicht, den Girlsday? Den Girlsday gibt es übrigens seit 2001. Wer weiß eigentlich, seit wann es den Boysday gibt? Nichtmal bei Wikipedia ist ein Datum des ersten Boysdays zu finden. Somit ist das Argument, dass der Boysday genausolange existiert, wie der Girlsday hinfällig. Zudem weiß ich von Firmen, die erst dieses Jahr (2011) das erste Mal einen Boysday veranstaltet haben.
Der Girlsday soll übrigens dazu dienen Frauen die Männerberufe näher zu bringen, umgekehrt erscheint das vielen aber kaum wichtig zu sein.

Selbst in der CDU gibt es Überlegungen, die Frauenquote zu fördern. Die CDU! eine Partei, die in der Vergangenheit nicht unbedingt durch fortschritliche Politik bekannt wurde.

Die Frauenquote wurde eingeführt, um es Frauen zu ermöglichen, in Führungspositionen zu gelangen, um sie in Männerberufe zu bringen. Dem Beobachter wird hierdurch suggeriert, dass es die Frauen nicht alleine schaffen und dass sie hierbei unbedingt Hilfe benötigen, die Quote somit ein Mitleidsbröckchen für die Frauen darstellt. Dies ist allerdings absolut nicht der Fall! Frauen brauchen hierbei keine Hilfe, sie schaffen es in Vorstände und „Männerberufe“ ganz ohne Hilfe. Über den Begriff „Männerberufe“ werde ich hier nicht weiter philosophieren, es sei jedoch gesagt, dass ich diesen Begriff genauso unangebracht finde, wie eine Quote, oder den Begriff „Frauenberufe“.

Was ist eigentlich mit der Schwulenquote? Oder der Lesbenquote? Der Bisexuellenquote? Der Trans- und Bigenderquote? Diese Menschen haben es oftmals noch viel schwerer und werden nicht durch eine Quote gefördert. Trotzdem schaffen sie es erfolgreich zu sein. Sie sind z.B. in Führungspositionen jeglicher Art anzutreffen.

Übrigens halten auch viele Frauen die Frauenquote als überflüssig und vor allem diskriminierend. Nicht nur den Männern gegenüber, sondern vor allem auch gegenüber den Frauen.

Auch bei den Piraten über die Quote gesprochen. So gab es z.B. eine Diskussionsrunde im schlanken Satan zum Thema. Hier war es bereits schwierig überhaupt einen Fürsprecher der Quote zu finden.

Es endete damit, dass man, wie auch ich, die Meinung vertrat, dass man die Leistung anstelle körperlicher Attribute oder einer Orientierung werten sollte. Denn für den Körper oder eine Orientierung, kann ein Mensch nichts, für seine Leistung schon.

Es liegt an uns, der Gesellschaft umzudenken und die Menschen zu nehmen, wie sie sind und ihre Leistungen nicht auf einen Körper zu reduzieren. Also, lasst uns gemeinsam frei von Diskriminierung und Abgrenzungen leben, denn wir sind alle Menschen!

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Über suppenkelle

Ordentliches Mitglied der Piratenpartei.
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